In diesem Artikel zeige ich dir, wie Meditation und Schreiben zusammenwirken können, um einen tieferen Zugang zu deinem Inneren zu öffnen. Du erfährst, warum ein beruhigtes Nervensystem ehrlicheres Schreiben ermöglicht – und wie du diesen meditativen Zustand beim Schreiben ganz praktisch herstellen kannst.
Meditatives Schreiben
Beim meditativen Schreiben geht es darum, während des Schreibens in einen Zustand innerer Ruhe einzutauchen und in ihm zu bleiben – einen Raum, in dem Gedanken leiser werden und das Fühlen möglich wird. Statt mit dem Kopf zu führen, erlaubst du dir, aus dem Moment heraus zu schreiben – wach, präsent und verbunden mit deinem Inneren. So darf alles echt und ungefiltert aufs Papier fließen, ohne dass dein Kopf direkt eingreift und bewertet.
Beim meditativen Schreiben verschmilzt der Schreibprozess also mit einem Zustand innerer Achtsamkeit. Du sinkst aus dem gewohnten „Bewerten-Modus“ in einen Raum des Wahrnehmens und Lauschens – dorthin, wo Worte nicht bewertet werden, sondern sein dürfen. Dieser Zustand entsteht, wenn der Körper sich beruhigt, der Atem tiefer wird und das Nervensystem vom sympathischen Aktivierungsmodus in einen parasympathischen Entspannungszustand gleitet. In diesem regulierten inneren Zustand wird der präfrontale Cortex – also der Teil des Gehirns, der plant, bewertet und kontrolliert – etwas leiser. Gleichzeitig bekommen limbische und intuitive Prozesse mehr Raum. Dadurch entsteht eine Schreibqualität, die weniger von alten Mustern und Konditionierungen und mehr von deiner inneren Wahrheit durchdrungen ist.
Daher möchte ich Meditation und Schreiben nicht mehr isoliert anleiten, sondern enger miteinander verzahnen. Denn es ist eine tiefere und ehrlichere Art des Schreibens, wenn du dabei im meditativen Zustand bleibst. Das Schreiben wird zu einem behutsamen Dialog mit deinem Unterbewusstsein – jenseits von Leistung, Perfektionismus und mentalem Dauerrauschen.
Du beginnst mit einer ganz kurzen Schreibphase. In dieser schreibst du lose Gedanken auf, die in deinem Kopf umherschwirren sowie Gefühle, die du in dir wahrnimmst. Du beleuchtest also erst einmal deinen Ist-Zustand, sodass dein System spürt – ich werde gesehen. Dadurch ist es leichter, deinen Kopf bei der folgenden Meditation leiser werden zu lassen.
Die anschließende Meditation kann so aussehen: ein paar Minuten bewusstes Atmen, den Körper spüren und wahrnehmen, wo eine sanfte Berührung gut tun würde – vielleicht die Hand aufs Herz legen, oder auf deine Oberschenkel oder dir eine liebevolle Umarmung schenken. All das beruhigt dein Nervensystem.
Dann öffnest du dich für einen inneren Fokus oder eine Frage und schreibst ohne zu stoppen, zu korrigieren oder zu analysieren. Der Stift bleibt in Bewegung. Sobald du merkst, dass der Kopf wieder übernehmen will, kehrst du sanft zum Atem zurück und schreibst weiter aus diesem ruhigen, präsenten Raum heraus. Als Hilfe kannst du dir auch vorstellen, dass dein Herz den Stift übernimmt – oder ein anderer Teil von dir, dem du die Führung überlassen möchtest.
So entsteht Schreiben, das nicht nur Inhalte transportiert, sondern ein inneres Erleben – Schreiben, das dich zu dir selbst zurückführt.
In meinem Podcast findest du zahlreiche Schreibreisen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Zudem begleite ich dich gerne individuell zu deinen Themen im 1:1. Schreibe mir dafür gerne eine E-Mail an: kontakt(at)mirawitte.de
Alles Liebe zu dir,
deine Mira 🙂
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